Baulogistik

Um die Baustellen-Zulieferung und den gesamten Warenumschlag bewerkstelligen zu können, richtete die Steuerungsgesellschafte des Bauherrn dIM (Rechtsnachfolge AMPP Asset Management Potsdamer Platz GmbH) zusammen mit den anderen Investoren am Potsdamer Platz ein eigenes Logistik-Zentrum ein, die baulog GmbH. Alle am Bau beteiligten Unternehmen wurden verpflichtet, die für ein stadtverträgliches, effizientes und umweltfreundliches Bauen erforderlichen Regeln einzuhalten. Dazu gehörte vor allem, dass sämtliche Baustoffe über die Bahn und die eigens auf dem Gelände des Logistik-Zentrums errichteten Bahnhöfe umgeschlagen werden mussten.

Für die Verbindung von Baustelle und Bahnhöfen wurde eine private Baustraße errichtet, eine Brücke über den Landwehrkanal sowie vier Brücken über die Yorckstraße geschlagen. Am Tag konnten so bis zu 42.000 LKW-Kilometer vermieden werden. Alles, vom zerlegten Kran über Bagger, Großgeräte wie Schwimmpontons bis hin zu Containern, Silos und Kabeltrommeln, wurde über die Schiene zur Großbaustelle an den Potsdamer Platz gebracht.  

In den Jahren 1994 bis 1998 waren es insgesamt knapp eine halbe Million Tonnen Stückgut und 1,4 Mio. Tonnen Transportbeton. Die Baustelle verfügte über ein eigenes Betonwerk. In der gleichen Zeitspanne verließen fast 6 Millionen Tonnen Erdaushub über die Schiene oder über den Landwehrkanal die Stadt.

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