
Die Namen der zehn Straßen und zwei Plätze im Quartier am Potsdamer Platz wurden nach unterschiedlichen Gesichtspunkten ausgesucht.
Die alten Straßen - die in ihrem Verlauf teilweise nur leicht geändert wurden - haben ihre alten Namen behalten: Das sind die Linkstraße, Eichhornstraße, Schellingstraße, Potsdamer und Alte Potsdamer Straße.
Die neuen Straßennamen sollten Personen würdigen, die am Potsdamer Platz gelebt hatten oder noch nicht als Namensgeber in Berlin vertreten waren.
Theodor Fontane wohnte in der Potsdamer Straße und die Brüder Grimm in der Linkstraße. Aus dem im Krieg zerstörten Vox-Haus wurde die erste Radiosendung in Deutschland ausgestrahlt. Es stand bei der Namensgebung Pate.
Die Berlinerin Marlene Dietrich war in ihrer Heimatstadt bei Straßenbenennungen noch nicht gewürdigt worden, ebenso wenig wie Varian Fry und Ludwig Beck, die sich im Widerstand gegen das Hitler-Regime verdient gemacht hatten.
Der Name des ganzen Viertels kommt von der Stadt Potsdam. Ursprünglich hieß der Platz "Platz vor dem Potsdamer Thor", von hier führte die Potsdamer Chaussee zur Residenzstadt Potsdam.
Die Straßenzüge liegen teilweise auf nicht öffentlicher Fläche, sind also Privatstraßen. Für den Besucher hat das keinerlei Auswirkungen. Die freie Zugänglichkeit der Erdgeschosse in allen Gebäuden ist einer der wichtigen Bestandteile des realisierten Konzepts eines harmonischen Nebeneinanders von öffentlichem und privatem Raum am Potsdamer Platz.