
Am Marlene-Dietrich-Platz befindet sich die 1,2 Hektar große Wasserfläche, der so genannte Piano-See. Er wurde im Rahmen des städtebaulichen Gesamtkonzepts geschaffen und bildet einen Ausgleich zu der städtebaulichen Dichte des Quartiers. Der See wurde nach ökologischen Gesichtspunkten vom Atelier Dreiseitl gestaltet, er wird mit Regenwasser, das in unterirdischen Zisternen gesammelt wird, nachgespeist. Die tiefste Stelle misst 2 Meter. Der Pflanzengürtel am südlichen Ufer ist zum einen Sichtschutz zur Hauptverkehrsstraße am Reichpietschufer, zum anderen ein biologischer Filter des ständig umgewälzten Wassers.

Der Fischbestand des Sees ist inzwischen aufgrund der hervorragenden Wasserqualität zahlen- und artenreich. Für die natürlich entstandene Artenvielfalt, darunter Elritzen, Rotfedern, Plötzen und Ukeleien, waren die Enten zuständig. Sie brachten in ihrem Gefieder den Fischlaich aus anderen Gewässern mit. Amurkarpfen wurden gezielt ausgesetzt, um die Algen abzuweiden und haben sich als Regulator für das ökologische Gleichgewicht bewährt. Ebenso sorgen die Hechte für einen ausgewogenen Fischbestand. Die Goldfische wurden von Unbekannten ausgesetzt und haben sich zu einem kleinen Fischschwarm entwickelt. Das Füttern ist verboten, da sonst die Fische den Algenbestand nicht mehr abweiden und der See „kippen“ könnte. Auch werden für den See keine Angelrechte vergeben. Die Wasserqualität wird vom Institut für angewandte Gewässerökologie GmbH Seddin laufend kontrolliert.