Potsdamer PlatzThe Platz to be

Das Quartier Potsdamer Platz war eines der größten innerstädtischen privaten Bauprojekte Europas und wurde unter Leitung von Renzo Piano von einem internationalen Architektenteam geplant. Heute ist es ein Stadtquartier mit 10.000 Arbeitsplätzen und täglich nutzen zwischen 70.000 und 100.000 Menschen das vielfältige Angebot. Das Quartier Potsdamer Platz umfasst 19 Gebäude, 10 Straßen und zwei Plätze auf rund 500.000 qm Bruttogeschossfläche.

Die Entscheidung der damaligen Daimler-Benz AG für den Grundstückskauf am Potsdamer Platz fiel zu einem Zeitpunkt, als der Fall der Mauer und die politische Einheit Deutschlands undenkbar schienen. Der Daimler Konzern – seit 1902 in Berlin mit Vertrieb und Produktion vertreten – hatte sich im Frühjahr 1989 für Berlin als Standort der neu gegründeten Dienstleistungstochter debis AG (heute DFS Daimler Financial Services) entschlossen.

Das Land Berlin bot für den Neubau ein Grundstück am Potsdamer Platz auf Westberliner Seite an, für das sich der Vorstand im Spätsommer 1989 entschied. Mit dem Fall der Mauer am 9. November 1989 entstand eine völlig neue Situation: Über Nacht war der Potsdamer Platz vom Rand der West-Stadthälfte in das Zentrum des ganzen Berlins gerückt. Die ursprünglich auf die Bedürfnisse des Konzerns ausgelegte Planung musste völlig geändert werden. Der Bauherr sah sich in der besonderen Verantwortung, das neue Zentrum der ungeteilten Stadt mit zu gestalten und einen Beitrag zum umfassenden Wandel zu leisten.

Das Ziel war ein neues, vitales Quartier am Potsdamer Platz mit Leben rund um die Uhr zu entwickeln. 1990 wurde das Grundstück erworben. Es folgten der städtebauliche Wettbewerb 1991 und der Architekturwettbewerb 1992. Die Grundsteinlegung war 1994, vier Jahre später wurde das Quartier Potsdamer Platz am 2. Oktober 1998 eröffnet.

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