Mitten in einer der lautesten Städte Europas liegt ein Wald. Kein Stadtpark mit Bänken und Blumenrabatten, sondern 210 Hektar altes Grün, das sich zwischen Brandenburger Tor, Potsdamer Platz und Siegessäule aufspannt. Das ist der Tiergarten.
Der Tiergarten war einmal die Jagd- und Erholungsfläche der preußischen Kurfürsten. Hirsche, Wildschweine, königliche Jagdgesellschaften. Im Zweiten Weltkrieg wurde er fast vollständig abgeholzt und die Berliner verfeuerten die Bäume in einem der kältesten Nachkriegswinter. Was heute steht, ist größtenteils in den 1950er Jahren neu gepflanzt worden. Das sieht man ihm nicht an.
Heute laufen hier morgens Jogger:innen hre Runden, mittags Tourist:innen, abends Hunde und deren Besitzer:innen. Die Straße des 17. Juni schneidet den Park in zwei Hälften, aber wer einmal vom Hauptweg abbiegt, hat das Gefühl, die Stadt hinter sich gelassen zu haben.
Fünf Minuten vom Reichstag. Zehn vom Potsdamer Platz. Und trotzdem still.
Foto Credits: Adam Vradenburg via unsplash

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